Vor der Operation – Was zu beachten ist

Bevor es zu einer Bauchstraffung kommt, sind persönliche Gespräche und Untersuchungen erforderlich. Vor der Operation kann so bereits geklärt werden, welche Art der Bauchdeckenstraffung tatsächlich infrage kommt. Bei nur geringer Hauterschlaffung reicht in vielen Fällen eine mini Abdominioplastik. Ist jedoch ein größerer Eingriff für die Bauchstraffung erforderlich, so wird auf die klassische Abdominioplastik zurückgegriffen.

Vor der Operation sollte jedoch auch beachtet werden, ab wann bzw. frühestens ein solcher Eingriff überhaupt durchgeführt werden kann. Gesetzliche Richtlinien bestehen dazu aktuell nicht, dennoch gilt als Maßgabe vor der Operation das persönliche Wohlfühlgewicht. Dabei soll auch beachtet werden, dass nach dem Eingriff keine weitere Diät erforderlich wird.

Viele Experte raten dazu, dass bereits vor der Operation die Familienplanung abgeschlossen sein sollte. Körperlich muss der Patient in guter Verfassung sein. Dabei dürfen zum aktuellen Zeitpunkt keine deutlichen Gewichtsschwankungen erkennbar sei, es sollte somit auch vor der Operation keine Diät geplant werden. Ideal ist es darüber hinaus, wenn der Patient bereits 18 Jahre alt ist (allerdings bestehen dazu bei der Bauchstraffung keine gesetzlichen Vorgaben).

Beratungsgespräch vor der Operation

Das umfangreiche Beratungsgespräch ist Pflicht. In der Regel erfolgt es durch einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Der Patient sollte sich im Beratungsgespräch unbedingt über die fachlichen Qualifikationen des behandelnden Arztes erkundigen. Der Begriff „Schönheitschirurg“ ist ungeschützt und kann von jedem Arzt geführt werden.

Die Dauer des Beratungsgesprächs hängt vom Einzelfall und den erforderlichen Maßnahmen bei der Bauchstraffung ab. Im Durchschnitt beträgt dieses aber um die 60 Minuten. Der Arzt sollte hierbei die unterschiedlichen Möglichkeiten, das Verfahren selbst und die Risiken genauso erörtern, wie auch die persönlichen Erwartungen und Wünsche die vor der Operation zur Bauchstraffung bestehen.

Neben dem Beratungsgespräch, als solches ist vor der Operation aber auch eine gezielte Untersuchung notwendig. Bei Frauen erfolgt dabei generell eine Prüfung auf eine Schwangerschaft. Während einer Schwangerschaft kann es erneut zu einer Gewebeüberdehnung kommen, was einen erneuten Eingriff zur Folge hätte. Im weiteren Verlauf machen sich die Experten vor der Operation ein Bild über die Qualität und die Problemzonen der Haut. Digitale Fotos dienen dabei zu einem der Dokumentation als auch den Möglichkeiten, die Eingriffe direkt am Bildschirm zu erklären und Auswirkungen aufzuzeigen.

Bitte beachten

Eine Operation, selbst eine häufig durchgeführte Operation wie die Bauchstraffunf, ist immer ein Risiko. Deshalb ist es enorm wichtig, die Anweisungen des Arztes strikt zu befolgen, um die Risiken so gering wie möglich zu halten.

Der Ratsuchende soll nach Möglichkeit nach dem Beratungsgespräch ausreichend Zeit erhalten, um den Eingriff zu überdenken und in aller Ruhe eine Entscheidung treffen zu können. Vor der Operation sollte sich jeder allerdings auch klar bewusst machen, dass die Bauchstraffung überschüssige Fettdepots langfristig entfernt, wodurch eine wohlgeformte Körper-Silhouette erreicht werden kann. Es handelt sich dabei aber nicht um eine schlankmachende Behandlung als solches.

Vor der Operation – Die Voruntersuchungen

Wie kurz angesprochen müssen vor der Operation auch medizinische Untersuchungen stattfinden. Nur wer sich körperlich in guter Verfassung befindet, kann eine Bauchstraffung durchführen lassen. So müssen zum Beispiel mögliche Allergien unbedingt mitgeteilt werden. Zudem wird er nach Erfahrungen mit Narben fragen, ob der Patient evtl. zu einer schlechten Narbenbildung oder gar einer Narbenwucherung neigt.

Zudem benötigt der Arzt vor der Operation Informationen zu eventuellen Vorerkrankungen an Lunge, Herz oder Schilddrüse. Werden regelmäßig Medikamente eingenommen, ist das vor der Operation mitzuteilen. Ein seriöser Schönheitschirurg wird sich mit dem Hausarzt des Patienten in Verbindung setzten und das Absetzen bzw. Ersetzen durch ein anderes Medikament absprechen. Nun werden noch das Blutbild und die Blutgerinnung untersucht. Liegen Vorerkrankungen vor, kann bei Bedarf vor der Operation auch ein EKG erfolgen. Ebenso auch ein Röntgen der Lunge sowie eine präoperative Ultraschalluntersuchung erfolgen.

Die Tage vorher

Die Haut sollte vor der Operation vorbereitet werden. Durch kaltes Wasser beim Duschen kann die Durchblutung angeregt werden. Piercings und Ohrringe sollten unbedingt in der Bauchgegend vollständig vor der Operation entfernt werden. Liegt akut eine Hautentzündung vor, muss eine kurze Vorbehandlung erfolgen. Direkt vor dem Eingriff sollte der Patient auf Medikamente verzichten, die die Blutgerinnung verzögern. Hierzu gehören einige Schmerzmittel wie beispielsweise ASPIRIN. Ebenso sollte auf nicht steroidale Entzündungshemmer wie Ibuprofen zwei Wochen vor der Operation verzichtet werden. Schmerzmittel sind bereits 14 Tage davor abzusetzen. Nikotin, Schlafmittel, Alkohol und Kaffee sind die letzten Tage vor der Operation tabu.

Stellen sich kurz vor dem Eingriff Fieber oder andere Anzeichen einer Infektionskrankheit ein, sollte der Arzt unbedingt davon in Kenntnis gesetzt werden. Nikotin vermindert die Durchblutung der Organe und es kann im Operationsbereich zu einer Störung der Durchblutung führen. In Kombination mit der Antibabypille steigt das Risiko der Blutgerinnselbildung, daher sollte ein Raucher möglichst schon zwei Wochen vor dem Eingriff auf das Rauchen verzichten. Wer es nicht schafft, ganz mit dem Rauchen aufzuhören, dem seien 5 Zigaretten pro Tag zwei Wochen vor der Operation genehmigt.

Das allgemeine Risiko kann auch minimiert werden, wenn der Patient über einen guten Fitnesszustand bei der Behandlung verfügt und sich zudem figurbewusst ernährt. Der Patient sollte zwei bis drei Monate vor der Behandlung den Fitnesszustand durch ein gezieltes Training steigern. Ideal sind hierfür leichtes Joggen, Fahrrad fahren oder Schwimmen. Jedoch ist eine übermäßige Gewichtsreduktion drei bis vier Wochen vor dem Eingriff nicht vorteilhaft, da dies den Stoffwechsel negativ beeinflusst und das Immunsystem dadurch geschwächt wird. Zudem bringt eine einseitige Ernährung die Gefahr von Mangelerscheinungen mit sich, die erfahrungsgemäß die Wundheilung verzögern.

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