Nach der Operation – Was zu beachten ist

Auch nach der Operation muss so einiges beachtet werden. Dabei ist ebenfalls wieder die Art der Bauchstraffung zu unterscheiden. Erfolgte hierbei nur ein ambulanter Eingriff, so ist nach der Operation nur wenig zu beachten. Der Aufwachschlaf nach der örtlichen Narkose beträgt in der Regel bis zu 2 Stunden. Dafür werden Sie in einen gesonderten Aufwachraum untergebracht, der unter ständiger Kontrolle steht.

Viel Ruhe und wenig Bewegung lautet aber grundsätzlich die Maxime, auch wenn nur ein ambulanter Eingriff, also eine sogenannte Mini Abdominoplastik erfolgt ist. Gleich nach der Operation wird ein Kompressionsverband angelegt. In den Folgetagen wird dieser Verband wieder entfernt, damit eine Kontrolluntersuchung stattfinden kann. Nach dieser Untersuchung wird der aufwendige Kontrollverband erneut angelegt (eventuell ist ein Tapeverband zusätzlich erforderlich). Unter Umständen kann mit der Erstuntersuchung auch eine Ultraschallnachbehandlung stattfinden. Ansonsten erfolgt diese zu einem späteren Termin.

Der gleiche Ablauf ist ebenfalls bei der klassischen Abdominoplastik vorzufinden. Dabei wachen Sie direkt in einem separaten Aufwachraum der Klinik auf. Bei dem ambulanten Eingriff können Sie bereits nach dem Aufwachen nach Hause gehen, müssen sich aber unbedingt in den kommenden 6 Wochen absolute Ruhe gönnen. Dazu wird Ihnen der behandelnde Arzt weitere und ausführliche Anleitungen mitgeben. Bei dem stationären Eingriff hingegen ist es üblich, das Sie mindestens 2 – 8 Tage weiter im Krankenhaus verbleiben.
In der Regel wird vom Arzt nach der Operation eine 24-stündige Bettruhe verordnet. Der Patient sollte darauf achten, dass er konsequent in der Hüfte gebeugt liegt, da so die Spannung von der Bauchdecke genommen werden kann. Zudem trägt der Patient Thrombosestrümpfe und erhält täglich eine Spritze zur Prophylaxe gegen Thrombosen und Lungenembolien. Wenn der Patient aufstehen möchte, sollte er darauf achten, dass auf die Nähte kein Zug wirkt. Dies würde den Heilungsprozess stören. Hat der Patient eine Wunddrainage erhalten um Wundsekret und Blut abzuleiten, wird diese meist nach zwei bis drei Tagen wieder entfernt.

Nach der Operation – Absolute Ruhe

Zum Ende der Operation hat der Patient meist eine elastische Bauchbinde erhalten, die die gestraffte Bauchdecke unterstützt und eine einwandfreie Durchblutung der Bauchdeckenhaut sicherstellt. Dieses sog. Kompressionsmieder muss vier bis sechs Wochen getragen werden. In den ersten 3 Wochen ist das sowohl tagsüber als auch in Nacht erforderlich. Ganz besonders wichtig ist, dass Körperbewegungen jeglicher Art aber auch Pressen und Husten in den nächsten 6 Wochen vollkommen vermieden werden. Alles, was die Bauchwandmuskulatur nach der Operation belasten könnte, ist unbedingt zu vermeiden.

Spannungsgefühl und kleine Zuckungen

In den ersten Tagen nach der Bauchstraffung fühlt sich der Bauch wie zugeschnürt an und der Patient verspürt leichte Schmerzen, die jedoch mit Medikamenten sehr gut gelindert werden können. Beim Aufstehen und Gehen bemerkt der Patient, wie sich die Bauchwand dehnt, was ein unangenehmes Gefühl ist. Die Haut und die Muskeln arbeiten in dieser Zeit besonders intensiv. Das wahrgenommene Gefühl flacht aber in den kommenden Tagen weiter ab, bis ein Normalzustand erreicht wurde. Hierbei können auch nach der Operation vereinzelt Schmerzen auftreten, die aber auch bei stärkerem Zucken durchweg normal sind. Eine Besserung tritt aber nach der Operation in der Regel nach bereits 3 bis 4 Tagen ein.

Die eingefügten Drainagen bei der Bauchstraffung werden ungefähr nach 4 Tagen entfernt. Die Fäden hingegen erst nach 14 Tagen. Eine Ultraschaluntersuchung wird in den 6 Wochen nach der Operation häufiger erfolgen. Genaue Termine dafür werden aber bereits im Voraus abgesprochen und sollten immer eingehalten werden. Auch eine Nachbehandlung mit Lymphdrainagen kann sinnvoll sein. So werden mögliche Wassereinlagerungen schnell wieder aus dem Gewebe entfernt.

Was Sie nach der Operation vermeiden sollten

Im Grunde gilt in den kommenden 6 Wochen absolute Ruhe. Besonders auf Sport sollte sogar in den nächsten 8 Wochen komplett verzichtet werden. Ein kleines und leichtes Übungsprogramm verringert hingegen die Schwellungen sowie das Thromboserisiko und verbessert den Muskeltonus. Stärkere körperliche Anstrengungen wie z.B. das Tragen sollten aber vermieden werden oder vorher unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Der Besuch in der Sauna ist möglich, sollte aber nicht vor Ablauf von 3 Wochen nach der Operation erfolgen. Im Solarium zum Beispiel müssen die Narben in den ersten 6 Monaten entweder durch Bekleidung, Sonnencreme oder Pflasterstreifen abgedeckt werden. Wer dafür Sonnencreme verwendet, sollte auf einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 (besser mehr!) achten. Andernfalls könnten dauerhafte Verfärbungen entstehen.

Wie verhält es sich mit der Narbenbildung

Die Hautnarben scheinen in den ersten Monaten nach der Bauchstraffung gerötet und verdickt, was völlig normal ist. Teilweise dauert es bis zu einem Jahr bis die Narben flacher und heller werden. Bleiben die Narben aufgrund des Gewebes dauerhaft, sind sie bei einer seriösen Operation so gelegt, dass sie durch die Unterwäsche bedeckt sind.

Wie die Narben später aussehen, hängt nicht nur von der Operation ab sondern auch von der Nachbehandlung. Auf die Narben sollte zudem nach 2 Wochen ein spezielles Narbengel aufgetragen werden. Kalte Duschen helfen zur Anregung der Durchblutung und unterstützen den schnellen Heilungsverlauf. Zudem sollte der Oberkörper anfangs nicht zu sehr gestreckt und abgeknickt werden. Die Beine sollten beim Schlafen auf einem Kissen liegen.

Nach dem stationären Aufenthalt erhält der Patient oft quer zum Narbenverlauf geklebte Pflasterstreifen, die das Operationsgebiet zusätzlich ruhigstellen. Acht bis zehn Tagen nach der Bauchstraffung werden die Hautfäden entfernt. In den meisten Fällen werden die Narben jedoch mit resorbierbaren Fäden genäht. Diese lösen sich von selbst auf und ersparen somit auch das lästige und schmerzhafte Fäden ziehen. Damit die Wundheilung unterstützt wird und die Narben weich und geschmeidig werden, können sie mit Salben oder Cremes behandelt werden. Jedoch darf mit dieser Behandlung nicht vor Ablauf von drei Wochen nach der Behandlung begonnen werden. Werden die Narben im weiteren Heilungsprozess dick oder stellt sich ein starker Juckreiz ein, sollte der Patient sich unbedingt beim behandelnden Arzt vorstellen.

In den ersten Tagen nach der Operation wird die Bauchregion oft und regelmäßig vom Arzt untersucht. Sind die Fäden entfernt, erfolgt die Kontrolle üblicherweise nach sechs Wochen und nach drei Monaten.

Nach der Operation wieder arbeitsfähig

Wer eine allgemein gute Kondition hat, wird schneller wieder fit und kann bereits nach zwei Wochen wieder an seinen Arbeitsplatz zurück, sofern dabei keine körperlichen Belastungen entstehen.

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