Methoden

Notwendige Voruntersuchungen werden einen Tag vor dem Operationstermin durchgeführt. Zur Sicherheit kann diese Voruntersuchung zusätzlich beim Hausarzt durchgeführt werden. Bevor die eigentliche Operation beginnt, wird das Areal, das ausgeschnitten und entfernt werden soll, vom Arzt angezeichnet. In aller Regel wird der Eingriff in Narkose (Allgemeinanästhesie) durchgeführt. Die Wahl der Narkose bespricht der Anästhesist (Narkosearzt) vorher mit dem Patienten. Er ist auch während der gesamten Operation dabei und steuert die Narkose.

Innerhalb der verschiedenen Methoden der Bauchstraffung sind verschiedene Schnittführungen möglich. So gibt es einen waagerechten Schnitt an der Obergrenze der Schambehaarung, einen w-förmigen Schnitt oder einen ankerförmigen Schnitt. Meist wird der Schnitt parallel zur Schamhaargrenze angelegt, damit die späteren Narben möglichst wenig zu sehen sind. Welche Schnittführung sich besonders gut eignet, ist abhängig von der Art und Größe des Hautüberschusses und sollte im Vorfeld mit dem Arzt besprochen werden. Die Narbe sollte stets unabhängig von der Wahl der Methode so ästhetisch und unauffällig wie möglich sein. Die Schnittführung wird vom Facharzt meist so gewählt, dass die Narbe später von der Kleidung bedeckt ist. Je nach Schnittform wird ein flacher oder steiler Narbenverlauf gewählt. Die Operation ist ein größerer Eingriff und dauert zwischen 1,5 und drei Stunden.

Totale Abdominoplastik

Zur Bauchstraffung gibt es verschiedene Techniken, von denen die sog. „totale Abdominoplastik“ die häufigste ist. Diese Operation wird unter einer Allgemeinnarkose durchgeführt. Im Unterbauch wird ein Hautschnitt knapp oberhalb der Schamgrenze gemacht, der seitlich entlang der Bikini-Linie nach oben hin ausläuft. Um den Bauchnabel herum wird ein weiterer Einschnitt gemacht, um dort die Haut vom Nabel abzulösen. Nun kann die gesamte Bauchdecke von den Bauchmuskeln abgehoben werden. Die auseinandergewichenen Bauchmuskeln werden wieder zusammen gebracht und aneinander genäht.

Die Bauchdecke wird durch diese Bauchmuskelstraffung gestärkt und die Taille geschmälert. Zur Straffung der Haut wird diese häufig bis zu den unteren Rippenbögen gelöst und nach unten gezogen. Um die Bauchdecke etwa zehn Zentimeter nachziehen zu können, muss vorher überschüssige Haut und Fettgewebe entfernt werden. Für den Bauchnabel muss nun eine neue Öffnung gebildet und fixiert werden. Anschließend werden Drainagen in die Haut eingelegt und mit Nähten in mehreren Schichten verschlossen.

Die unterschiedlich langen Wundränder müssen einander angepasst werden, so dass eine glatte und gut verheilende Naht entsteht. Ist der Operationsbereich vernäht, wird ein Kompressionsverband angelegt, der Schwellungen und Schmerzen vermindert und gleichzeitig ein Anmodellieren der Haut bewirkt.

Partielle Abdominoplastik

Eine weitere Methode der Bauchdeckenstraffung ist die untere Bauchdeckenstraffung. Sie eignet sich für Personen, die nur Probleme unterhalb des Bauchnabels haben. Diese sog. „partielle Abdominoplastik“ ist ein kleinerer Eingriff, der unter bestimmten Voraussetzungen ambulant unter örtlicher Betäubung in einem leichten Dämmerschlaf durchgeführt werden kann. Der Nabel wird hierbei nicht versetzt und nur der untere Teil der Muskulatur wird gestrafft. Bei der partiellen Methode strafft der plastische Chirurg anders als bei der Methode der totalen Bauchplastik nur das Gewebe zwischen der Schnittlinie und dem Bauchnabel. Die Hautareale werden auch hierbei nach unten gezogen und überschüssige Haut wird eliminiert. Im Anschluss werden die Hautareale jedoch wieder eingenäht bevor ein Verband angelegt wird. Die meisten Patienten sind jedoch für diesen einfachen Eingriff nicht geeignet.

Bodylifting

Eine Sonderform der Bauchstraffung ist das Bodylifting. Der Amerikaner Ted Lockwood perfektionierte diese Technik und stellte somit eine hervorragende Möglichkeit dar, innerhalb einer Operation die erschlaffte Bauchdecke und auch die Flanken sowie das Gesäß zu straffen. Für diese Methode bedarf es allerdings einer sehr sorgfältige Analyse und sehr viel Erfahrung. Geholfen werden kann mit dieser Methode besonders Patienten, die ihr Gewicht massiv reduzieren konnten. Sie können durch das Bodylifting ihr Körperbild entscheidend verbessern. Wie bei anderen Methoden auch, verläuft die Narbe komplett in der Sliplinie. Neben der Entfernung von überschüssigem Gewebe hat diese Operation auch positive Auswirkungen auf die Cellulite im seitlichen und vorderen Oberschenkelbereich. Nach der Behandlung kommt es hier zu einer erstaunlichen Verbesserung der Optik.

Fettabsaugen

Zu den weltweit häufigsten ästhetischen chirurgischen Eingriffen gehört die Fettabsaugung. Beliebt ist dieser Eingriff, da eine entscheidenden Veränderung der Körperform mit kleinen und kaum sichtbaren Narben erzielt werden kann. Fettabsaugungen werden vorgenommen, wenn lokale Fettansammlungen bestehen. Dies ist bei Frauen häufig im Bereich der Oberschenkel und Hüftregion, des Gesäßes, der Knie und der Bauchregion der Fall, seltener im Bereich der Unterschenkel, der Oberarme oder des Gesicht–Halsbereiches. Bei Männern befindet sich der unerwünschte Fettansatz meist im Bereich des Bauches, der Taille, der Brust und des Kinns. Diese Operation kann je nach Anzahl und Ausmaß der Regionen in Lokalanästhesie, in Regionalanästhesie oder auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Bei der Fettabsaugung wird das Gewebe mit großen Mengen an Wasser und Lokalanästhetikum aufgequollen. In einigen Fällen bewirkt diese Methode doch große Nachteile, denn die zu verschönernden Bereiche sind durch die eingeleitete Flüssigkeit nicht mehr sicher zu beurteilen und es können Nebenwirkungen wie Thrombosen, Embolien oder Herzrhythmusstörungen auftreten. Durch die Fettabsaugung wird der Körper geformt. Hierbei werden gezielt Fettdepots entfernt und die Haut legt sich automatisch im Rahmen des Schrumpfungsprozesses wieder an. Durch die Einführung von beispielsweise Kochsalzlösungen wird das Fettgewebe zum Platzen gebracht und kann mit feinen Kanülen abgesaugt werden. Somit ist eine sehr präzise Korrektur möglich. Wichtig bei der Fettabsaugung ist die postoperative Nachsorge. So muss das Stützmieder mehrere Wochen lang konsequent getragen werden, um die Hautschrumpfung so zu unterstützen. Zudem sind Massagen mit speziellen Salben und Lymphdrainagen sehr wichtig, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Diese Methode stößt jedoch an ihre Grenzen, wenn es sich beispielsweise um eine Bauchdecke mit viel Hautüberschuss, Bindegewebsschwäche und Schwangerschaftsstreifen handelt. Hier wird sich die Haut nicht ausreichend von selbst zurückziehen. Ein seriöser Arzt klärt besonders hier seinen Patienten über sämtliche Korrekturmöglichkeiten und deren Grenzen auf. Nur so kann ein individuelles Behandlungskonzept erstellt werden.

Durch die neue Methode, der „Wasserstrahl assistierte Liposuktion“, kurz WAL, gehören diese Probleme jedoch der Vergangenheit an. Bei dieser Technik wird die Fettzelle nicht aufgequollen sondern durch einen computergesteuerten fein vernebelten Wasserstrahl aufgelöst. Direkt nach dem Auflösen erfolgt das Absaugen des erweichten Gewebes in einem Arbeitsgang, so kann bereits während der Operation gesehen werden, an welchen Stellen das Fett bereits entfernt wurde und wo noch ein Feinmodellierung erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass mit dem eingeweichten Fettgewerbe auch die Flüssigkeit mit dem Lokalanästhetikum verschwindet und somit die Medikamentenbelastung für den Patienten reduziert wird. Auch wird so das Infektionsrisiko auf ein Minimum gesenkt, da die Lösung durch ein patentiertes Sondensystem garantiert steril an die zu behandelnden Stellen gelangt. Durch ein spezielles Lokalanästhetikum ist eine Schmerzfreiheit von bis zu zwölf Stunden gewährleistet. 90% der Operationen können so unter örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt werden. Auch die Zeit der Operation kann gemindert werden und dauert nur noch ein bis anderthalb Stunden.

Teilweise wird eine Bauchstraffung auch in Kombination mit einer Fettabsaugung durchgeführt. Hierbei werden Fettdepots im Bereich der Hüften entfernt, um so eine schönere Taille zu erzielen. In einigen Fällen führt auch nur eine Fettabsaugung zu einem guten Ergebnis. Positiver Nebeneffekt einer jeden Bauchstraffung ist auch, dass frühere Operationsnarben wie eine Blinddarmnabe oder Schwangerschaftsstreifen automatisch mit entfernt werden. Auch wenn die Bauchstraffung selbst eine Narbe mit sich bringt, ist diese nahezu unsichtbar und wird durch die natürlich Bauchfalte kaschiert.

Alle Methoden haben eines gemeinsam: sie sollten nur von erfahrenen Fachärzten für Plastische Chirurgie durchgeführt werden. Diese Fachärzte sind speziell ausgebildet, während Ärzte, die sich ästhetische oder kosmetische Chirurgen nennen, nicht über eine anerkannte Facharztausbildung verfügen. Es gilt, auch bei vermeidlich kleinen Eingriffen gibt es Risiken, die entscheidende Folgen nach sich ziehen können.

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