Kosten

Das die Bauchstraffung unter Umständen mit einer Fettabsaugung in der Regel kein unnötiger Eingriff ist, haben wir bereits in den anderen Abschnitten ausreichend dargestellt. In vielen Fällen ist eine Anwendung angeraten. Besonders dann, wenn die Haut faltig nach einer großen Gewichtsabnahme herunterhängt. Um so länger dieser Zustand anhält, desto größer sind oft die seelischen Auswirkungen, die weit bis zur Depression reichen können. Nicht nur Frauen legen sich für eine Fettabsaugung mit Bauchstraffung unters Messer. Immer mehr Männer entscheiden sich bewusst für einen solchen Eingriff.

Im Vordergrund stehen aber die Kosten, die dabei entstehen. Immerhin müssen diese oft aus dem eigenen Geldbeutel bezahlt werden. Die Höhe der Kosten kann zunächst nur pauschal dokumentiert werden. Abhängig sind die Kosten grundsätzlich immer von Aufwand, dem Bedarf und den einzelnen Wünschen des Patienten. Aber auch dessen anatomischen Besonderheiten, die den Eingriff erleichtern oder erschweren können. Das hat natürlich auch direkten Einfluss auf die Kosten. Gerade deshalb ist es wichtig, sich umfassend zu informieren und beraten zu lassen.

Pauschale Kosten Übersicht

Hier gibt es viele Unterscheidungen. In einem Beratungsgespräch werden die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden erörtert und mit dem medizinischen Machtbaren abgeglichen. Dabei wird auch festgestellt, welche Eingriffsmethoden tatsächlich sinnvoll sind. Nicht immer muss es ein stationärer Eingriff mit anschließendem Klinikaufenthalt verbunden sein. In einigen Fällen kann auch eine ambulante Behandlung erfolgen, was die Kosten generell drückt. Vergessen werden sollte aber keinesfalls, dass jede Behandlung in der Regel zwischen 2 – 4 Stunden dauert (abhängig vom Aufwand) und dementsprechend dadurch feste Kosten verschlingt. Maßgeblich von den behandelten Körperpartien, der Art der Narkose und den bereits genannten Punkten, die in Abhängigkeit zu den Kosten entstehen, kann die Rechnung sowohl nur 800 Euro aber auch bei hohem Aufwand schnell 5.000 Euro betragen. Hierbei stellt sich für fast alle Patienten die Frage, ob die Krankenkasse einen Teil der Kosten übernimmt. In der Regel lautet die Antwort NEIN. Dennoch gibt es Ausnahmen, die wir im nachfolgenden Absatz zur Kosten Übernahme einmal ausführlicher erläutern. Es sei aber gleich gesagt, das seelische Gründe keinen Anspruch auf eine Übernahme durch die Krankenkasse ableiten. Selbst bei Depressionen lehnt die Kasse grundsätzlich ab. Machen Sie sich bitte auch bewusst, dass eine Anfrage bei der Krankenversicherung als solches ein recht zäher Vorgang ist, der sich endlos in die Länge ziehen kann und dadurch das Leiden der Betroffenen unnötig verlängert. Im Gegensatz zu einer Brustvergrößerung ist eine Fettabsaugung oder eine Bauchstraffung in der Regel oft eine notwendige Behandlung, die den Betroffenen wieder neue Lebenskraft und Gesundheit schenken kann. Als Begründung reicht das jedoch keinesfalls aus, um die Kosten über die Krankenkasse abrechnen zu können.

Wann bezahlt die Krankenkasse

Wann die Krankenkasse die Kosten für eine Fettabsaugung übernimmt, lässt sich nachfolgend nur pauschal erläutern. Grundsätzlich raten wir dazu, den Antrag frühzeitig zu stellen. Ist ein Grund für die Kosten Übernahme erkennbar, versuchen viele Kassen dennoch die Akzeptanz hinauszuzögern. Wir erleben immer wieder Betroffene, die erst monatelang/jahrelang mit der Krankenkasse um die Kosten für die Fettabsaugung verhandeln müssen, bevor es zu einem positiven Bescheid kommt. Zunächst einmal sei gesagt, dass eine Fettabsaugung aber auch die Bruststraffung als Schönheitsoperation gilt. Damit besteht zunächst grundsätzlich ein Ablehnungsgebot durch die Krankenkasse. Dennoch bezahlt die gesetzliche Kasse in einigen Fällen. Häufig ist das jedoch leider die Ausnahme als die Regel. Der Betroffene muss nachweisen, dass die Fettablagerungen an Oberarmen und Oberschenkeln aus einer krankhaften Verlagerung herrühren. Ein nicht immer ganz einfacher und oft zeitintensiver Weg, um die Kosten über die gesetzliche Kasse erstatten zu lassen. Das Sozialgericht Chemnitz entschied in diesem Zusammenhang bereits vor einiger Zeit, das die Krankenversicherung die Kosten grundsätzlich dann übernehmen müsse, wenn konservative Behandlungsmethoden keinen Erfolg mehr aufweisen würden. Infrage kommt das dann, wenn die Patienten unter vermehrtem Fettgewebe leiden, das mit normalem Sport oder einer intensiven Diät nicht mehr zu bekämpfen und krankhaft ist. In der Regel reicht dazu ein einfaches Attest durch einen Facharzt nicht aus, um die Kosten zu übernehmen. Viele Krankenkasse weichen dann nur einseitig und erklären sich bereit die Behandlungsnebenkosten (Drainagen, Kompressionen) zu übernehmen. Die eigentlichen Eingriffskosten für die Fettabsaugung bleiben aber dann beim Betroffenen hängen. In solchen Fällen muss zunächst ein Gutachten vorgelegt werden, in dem eindeutig festgehalten wird, dass eine Krankheit vorliegt. Um über diesen Weg die Kosten ersetzt zu bekommen, sollten Sie grundsätzlich mit vielen Monaten rechnen, die sich oft auch über Jahre ziehen können. Gelegentlich bleibt nur der Weg über ein Klageverfahren. Und dazu gibt es bereits zahlreiche Urteile, die sich auf die Übernahme der Kosten Bauchstraffung beziehen. Ein aktuelles Urteil stammt hierbei aus dem Jahr 2013 (Hessisches Landessozialgericht L1 KR 391/12 vom 24.04.2013). Hierbei bezog sich das Urteil auf die Übernahme der Kosten für eine Liposuktion, die letztendlich durch die Krankenkasse bezahlt werden musste.

Ratenzahlung möglich

Eine Alternative zu der Krankenkasse und der Anfrage auf eine Übernahme der Kosten bietet sich aber mit einer Ratenzahlung an. Vorweg gesagt: Nicht jeder bietet diese Zahlungsmodalität bei einer Fettabsaugung an. Was heute zum normalen Standard bei jeder Zahnbehandlung gehört, ist bei Schönheitsoperationen nur selten der Fall. Um in den Genuss einer Ratenzahlung zu gelangen, womit die Kosten bequem über mehrere Monate geteilt werden können, ist in der Regel zunächst eine gute Bonität (also eine gute Schufaauskunft) erforderlich. Abgerechnet wird entweder über eine externe Finanzierungsgesellschaft oder der Arzt arbeitet mit Banken zusammen, die eine Schönheitsoperation finanzieren. Extern dazu besteht aber häufig auch mit einem direkten Kredit die Möglichkeit, die Kosten für die Fettabsaugung zu finanzieren. Einige Banken bieten spezialisierte Darlehen an, die Verwendungsfrei ausgezahlt werden. Eine Nutzung für die Kosten einer Operation (Bauchstraffung, Fettabsaugung, etc.) ist also problemlos möglich. Fakt ist aber auch hier, dass der Antragsteller dafür über eine gute Schufaauskunft verfügen muss.

In der Regel raten wir Ihnen, die einzelnen Angebote zu vergleichen. Erst dann sollte entschieden werden, wie die Kosten getragen werden sollen. Durch immer neuere Methoden bei der Fettabsaugung und dem medizinischen Fortschritt sind die Kosten für Eingriff und Behandlung in den letzten Jahren deutlich gefallen. Der Trend hält an. Eine durchaus gute Nachricht für alle, für die ein solcher Eingriff der letzte Weg auf ein normales Leben ist.

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