Die ästhetische Chirurgie ist mittlerweile in Deutschland Alltag. Am ehesten ist sie wohl bekannt bei Brustvergrößerungen oder –verkleinerungen. Aber um so erstaunlicher ist, dass Fettabsaugung und Bruststraffungen wesentlicher häufiger erfolgen. Schönheit ist nicht alles, soll jemand gesagt haben. Vergessen Sie das. Schönheit ist alles. Schönheit öffnet die wichtigsten Türen und kann den Weg zur Karriere aber auch zum Traumpartner wesentlich einfacher gestalten.

Pro Jahr werden im Schnitt um die 145.000 Eingriffe durch die ästhetische Chirurgie vorgenommen. Fettabsaugung und Faltenunterspritzungen stehen im Vordergrund. Erst vor Kurzem hat sich die Bundesregierung aufgeregt, das zu viele Minderjährige eine ästhetische Chirurgie beanspruchen, und fordert ein Verbot unter 18 Jahren. Dabei sagen die Zahlen etwas ganz anderes. Nur 1,3 Prozent der Patienten sind unter 18 Jahren.

Mittlerweile ist jeder 6. Patient für die ästhetische Chirurgie heute ein Mann. Bauch, Oberschenkel und auch die Faltenunterspritzung stehen dabei im Fokus. Aber auch die immer weniger werdenden Haare stehen im Blickpunkt und rücken den Zahlen nach an die 4. Stelle. Bei den Damen sind es Beine, Bauch, Brust und Schamlippen. Letztere haben deutlich zugenommen. Die ästhetische Chirurgie führt dabei eine Korrektur aus. Genannt wird dieser Bereich auch Intimchirurgie.

 

21 Prozent wollen saugen lassen

Insgesamt rückt für die ästhetische Chirurgie aber die Fettabsaugung in den Fokus. Immerhin beträgt der Anteil fast 21 Prozent pro Jahr. Das Bodylifting, wozu auch die Bauchstraffung gehören kann, nimmt immerhin fast 6 Prozent für die ästhetische Chirurgie ein. Beeindruckende Zahlen. Aber auch Zahlen, die zeigen, dass die ästhetische Chirurgie heute im Bewusstsein der Menschen und der Gesellschaft angekommen ist. Keiner muss seinen Besuch mehr verheimlichen. In vielen Kreisen gehört der Eingriff sogar zum guten Ton. Die direkte Bauchdeckenstraffung wird sogar mit 12 Prozent beziffert. Also gute Zeiten für die ästhetische Chirurgie.

Doch was bedeutet ästhetische Chirurgie überhaupt

Die ästhetische Chirurgie ist ein Bereich der plastischen Chirurgie. Während es in dem einen Bereich um die ästhetischen Punkte geht, konzentriert sich der andere auf die kosmetischen. Die Bereiche verschwimmen allerdings häufig miteinander. Im Grund beschäftigt sich die ästhetische Chirurgie mit sichtbaren Partien des Körpers, die mit bloßer Hand angefasst werden können. Gestörte Körperfunktionen können über die ästhetische Chirurgie wiederhergestellt oder verbessert werden.

In der Regel gilt der Eingriff aber der Schönheit wegen und nicht im Vordergrund dem medizinischen Nutzen. Das ist zugleich der Hauptgrund, warum viele gesetzliche Krankenkassen sich weigern, selbst bei einer notwendigen OP (Fettschürze hängt nach großer Gewichtsabnahme herunter) die Kosten zu übernehmen. Für die Betroffenen bedeutet das in vielen Fällen ein langjähriger Rechtsstreit.

Übrigens ist die ästhetische Chirurgie bereits seit dem 14. Jahrhundert bekannt, beliebt wurde sie aber erst im 19. Jahrhundert, als sich die Möglichkeiten erweiterten. Es ist also durchaus ein Irrglaube, das wir erst heute nach den Möglichkeiten der ästhetischen Chirurgie verrückt sind.

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